Konstruktion des Schallsaales

Das wesentlichste Element des Schallhausdaches ist die freitragende Rippenschalenkonstruktion, bestehend aus Bohlenbindern. Dies sind Träger, die aus mehreren kürzeren Holzbrettern zusammengesetzt werden. Durch ihren gekrümmten Verlauf im Schallhausdach und dem achteckigen Gebäudegrundriss erhalt der Schallsaal seine Raumform. Der Wandaufbau bestand aus einer als Putzträger dienenden, direkt auf die Bohlenbinder aufgenagelten Bretterschalung. Damit der Putz auf den Brettern hielt, wurden Schilfrohrmatten angebracht. Nachweisen lässt sich ein zweischichtig aufgebrachter Putz. Über dem Grundputz mit einer variierenden Stärke von z. T. mehreren Zentimetern liegt ein wesentlich dünnerer Feinputz. Dessen Oberfläche war sorgfältig geglättet. Als Bindemittel diente Kalk. Das Schallloch mit einer Länge von 3,90 m und einer Breite von 2,30 m liegt in der Mitte des gedielten Fußbodens. Um das Schallloch zog sich ein Geländer, das zugleich als Notenpult diente.

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